
Der Haftreibungskoeffizient
Bei durchdringungsfreien Montagesystemen für Photovoltaikanlagen auf Flachdächern erfolgt die Sicherung der Anlage in der Regel über das Eigengewicht des Systems, das Gewicht der PV-Module sowie zusätzliche Ballastierung.
Damit ein solches System dauerhaft sicher funktioniert, müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu gehört unter anderem, dass:
- die vorhandene Dachkonstruktion über ausreichende Traglastreserven verfügt,
- der Dachaufbau geeignet ist,
- und die vorhandene Wärmedämmung die zusätzlichen Lasten aufnehmen kann.
Ein wichtiger Faktor für die Standsicherheit solcher PV-Montagesysteme ist der sogenannte Haftreibungskoeffizient.
Er beschreibt die Reibung zwischen:
- der Dachabdichtung und der Schutzlage beziehungsweise Bautenschutzmatte,
- sowie zwischen Montagesystem und Schutzlage.
Diese Reibung ist ein wesentlicher Bestandteil der Windlastberechnung, da sie beeinflusst, wie stark sich ein Montagesystem bei Windbelastung verschieben kann.
Der Haftreibungskoeffizient fließt deshalb direkt in die statische Berechnung des Systems ein. Aus diesem Grund kann es erforderlich sein, die vorhandenen Reibwerte vor Ort zu prüfen oder messtechnisch zu bestimmen.
Die Messungen erfolgen dabei üblicherweise an mehreren Stellen der Dachfläche – sowohl im trockenen als auch im feuchten Zustand.
Der ungünstigste gemessene Wert dient anschließend als Grundlage für die weitere Berechnung und Auslegung des Montagesystems.
Haben Sie Fragen oder benötigen Unterstützung bei der Beurteilung von Flachdächern oder Photovoltaik-Montagesystemen?
Ich unterstütze Sie gerne mit meiner Erfahrung aus Dachdeckerhandwerk und Photovoltaik.


